Digitale Workflows und Ökosysteme
Digitalisierung entfaltet ihren Mehrwert, wenn aus einzelnen Lösungen durchgängige Prozesse werden. Digitale Workflows und Ökosysteme verbinden Daten, Systeme und Akteure innerhalb des Labors und über seine Grenzen hinaus. So können Informationen medienbruchfrei ausgetauscht und entlang der gesamten Wertschöpfungskette weitergenutzt werden.

Im digitalen Labor werden Berichte und Nachweise nicht nur digital bereitgestellt, sondern ihre Inhalte können strukturiert und automatisiert verarbeitet werden.
Maschinenlesbare Formate reduzieren manuelle Datenübertragungen und Medienbrüche und ermöglichen durchgängige Datenflüsse zwischen Labor-, Qualitäts- und weiteren IT-Systemen.
Ansätze wie DCC, D-CoC, DRMD und eAttestation übertragen dieses Prinzip auf unterschiedliche Dokumente und Nachweise der Qualitätsinfrastruktur.
So werden aus klassischen Dokumenten aktive Bestandteile vernetzter digitaler Prozesse.

Vertrauen ist das Fundament der Qualitätsinfrastruktur. Im digitalen Zeitalter müssen Qualitätsinformationen jedoch nicht nur verlässlich, sondern auch maschinenlesbar, interoperabel und sicher austauschbar sein.
Mit Konzepten wie Asset Administration Shells (AAS), European Business Wallets und Verifiable Credentials (EBW/VC) sowie Data Spaces entsteht ein digitales Ökosystem, das Informationen, Nachweise und Identitäten miteinander verbindet. So können Qualitätsinformationen effizienter bereitgestellt, automatisiert verarbeitet und organisationsübergreifend genutzt werden.

Der Digitale Produktpass macht Produktinformationen über den gesamten Lebenszyklus digital verfügbar und maschinell nutzbar.
Für Prüf- und Kalibrierlabore entsteht dabei eine wichtige Rolle: Sie erzeugen verlässliche Mess-, Prüf- und Qualitätsdaten, die künftig direkt in digitale Produkt- und Wertschöpfungsketten einfließen können.
Maschinenlesbare Prüfberichte und Qualitätsnachweise machen Labore damit zu wichtigen Vertrauensankern im digitalen Produktökosystem.